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GGE online Archiv: Themen + Impulse |
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Eine Sternstunde der Bewegungen |
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von Friedrich Aschoff |
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Zu einem Treffen christlicher Bewegungen und Gemeinschaften aus Europa sind am 8. Mai 2004 rund 9.500 Teilnehmer nach Stuttgart gekommen. Vertreter von insgesamt 175 katholischen, evangelischen, anglikanischen, freikirchlichen und orthodoxen Gruppen haben dabei zu einem „Europa des Friedens und der Geschwisterlichkeit“ aufgerufen. Es war ein begeistertes Treffen, erfüllt von großer Freude, geistlicher Tiefe und Weitsicht. |
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 Verantwortliche des Europatags auf dem Podium |
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Vom Geist des Treffens tief berührt |
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Das „Feuer von Stuttgart“ bewahren |
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Schirmherr des Europatages war der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Erwin Teufel. Er betonte, Europa sei mehr als nur eine Wirtschaftsmacht. Kurienkardinal Walter Kasper rief die Glaubensgemeinschaften auf, im gemeinsamen Dialog den Weg für ein Europa des Friedens zu gestalten. Er nannte das Treffen eine Sternstunde und einen Meilenstein auf dem Weg der Christen zueinander. |
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Die frühere Königin von Belgien, Fabiola, betete mit den Teilnehmern zusammen das Vaterunser. Sie wurde von dem Geschehen in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle so sehr ergriffen, dass sie fragte: „Wie können wir das Feuer von Stuttgart bewahren?“ Fürst Nikolaus von Liechtenstein war wie viele andere sehr bewegt durch den Bericht über die „Versöhnungswege“, die von der GGE in den letzten 10 Jahren durchgeführt wurden. Diese Reisen in die ehemals mit Deutschland verfeindeten europäischen Staaten wurden noch einmal sehr lebendig, als die Fotos von ihnen auf der großen Leinwand zu sehen waren. |
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Liebe, die keinen ausschließt |
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Chiara Lubich, die Gründerin und Leiterin der Fokolar-Bewegung, die dieses Treffen von Anfang an geplant und mitgestaltet hat, betonte, wie wesentlich ein Geist der Liebe und der Geschwisterlichkeit für die Zukunft und die Entwicklung Europas und der ganzen Welt sei. Die zierliche alte Dame, die von vielen Menschen hoch verehrt und geachtet wird, faszinierte mit ihrer Botschaft von der Geschwisterlichkeit und Liebe, die niemanden ausschließt, alle Zuhörer. |
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„Europa braucht Jesus!“ |
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Ulrich Parzany betonte unter lang anhaltendem Beifall: „Europa braucht Jesus.“ Alle Menschen sollten die Chance bekommen, durch Jesus Christus mit Gott versöhnt zu werden, um ein erfülltes Leben in der Welt und in der Ewigkeit zu finden. Der Glaube ermögliche auch die Wertschätzung des einzelnen und die Überwindung der Angst vor Fremdem. Die Würde des Menschen als Ebenbild Gottes sei allen Menschen eigen, Gesunden und Behinderten, Ungeborenen und Sterbenden. Parzany brachte die Botschaft des Evangeliums unverkürzt und klar zum Ausdruck und gab dem Treffen eine unverwechselbare Note. |
|  Neben vielen anderen Künstlern begeisterten auch Judy Bailey und Band die Teilnehmer (Foto: A. Fietz, www.image-d.de)
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Erschöpft – aber glücklich |
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| | Was bleibt? In mir verdichtet sich der Eindruck, dass wir wirklich an einer Sternstunde der Bewegungen teilnehmen durften. Gott hat uns große Gnade geschenkt. Ich bin sehr glücklich, dass ich dabei für die GGE mitwirken durfte. Auch unsere Geschäftsstelle mit Lorenz Reithmeier hat hier eine außerordentliche Leistung vollbracht und große Anerkennung gefunden. Wir sind zwar alle sehr erschöpft, aber glücklich und dankbar für das gewaltige Ereignis. | | |
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 Feierliche Proklamation der Geschwisterlichkeit zum Abschluss des Tages (Foto: A. Fietz, www.image-d.de)
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Verfasst wurde dieser Beitrag von: |
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Friedrich Aschoff |
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Jahrgang 1940. Studium der Theologie in Oberursel, Münster, Heidelberg und Erlangen. Von 1971 bis 1999 Gemeindepfarrer in Kaufering (Oberbayern). 1988-2004 Erster Vorsitzender der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung in der Evangelischen Kirche, seit 2004 deren Ehrenvorsitzender. Verheiratet, drei erwachsene Kinder. |
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E-Mail: friedrich.aschoff@gmx.de |
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Letzte Änderung: 27.04.2006, 09:23 Uhr |
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