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GGE online: Themen und Impulse |
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Berufung Lobpreisleiter |
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Gedanken zum Lobpreisdienst in der Gemeinde |
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von Gudrun Willenbockel |
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Man nehme den Lobpreisbeauftragten einer Kirchengemeinde, der seine Aufgabe treu tut, gebe alle begnadeten Hobby-Musiker, derer man habhaft werden kann, hinzu, würze mit einer ordentlichen Portion Motivation, rühre anschließend kräftig mit dem geistlichen Quirl um - und fertig ist das Lobpreisteam! Nun, es wird wahrscheinlich nicht lange dauern, biss der Brei überkocht und ungenießbar wird. Also sammle man alle Lobpreisleiter sorgsam ein und schule und bestärke sie in der Kunst, dienend im Rampenlicht zu stehen. (Die Formulierung von "der Kunst, im Rampenlicht zu dienen" stammt von Rory Noland.) |
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Vorträge, Austausch - und viel Lobpreis |
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Vom 30. Mai bis 1. Juni 2008 lud die Geistliche Gemeinde-Erneuerung in der evangelischen Kirche zum 1. GGE-Lobpreisleitertreffen nach Bischofsheim in die wunderschöne Rhön ein. Referenten waren Ilse-Dore Seidel aus Iserlohn/Westfalen und Jürgen Stammel aus Kaufbeuren/Allgäu - beide seit vielen Jahren in der Lobpreisarbeit auf Gemeinde- und GGE-Ebene tätig. Wir, 15 Teilnehmer im Alter zwischen 17 und 58 Jahren aus 5 Bundesländern, reisten mit großen Erwartungen an. Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieses 1. Lobpreisleitertreffen war weder ein Testballon noch ein Flop, sondern von Gott reich gesegnet, irgendwie längst überfällig - und auf jeden Fall würdig, fortgesetzt zu werden! |
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Vorträge zu den Themen "Identität und Berufung" am Beispiel von Mose, "Die prophetische Dimension im Lobpreis" und "Leitungsstile in der Lobpreisleitung" waren eingebettet in ausgedehnte Lobpreiszeiten, in denen sich die Teilnehmer von Ilse-Dore (Gesang, Gitarre) und Jürgen (Klavier, Gesang) entspannt leiten lassen durften. Zu kurz kam auch nicht der intensive Austausch über Bedürfnisse, Probleme, Wünsche, Träume, Visionen der LobpreisleiterInnen. Dazu standen uns die beiden "Fachkräfte" mit großem Verständnis und schier unendlicher Geduld Rede und Antwort. Wir diskutierten in Augenhöhe, und die vielschichtigen Erfahrungen aus der Praxis überzeugten. |
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Vom Miteinander alter und neuer Musik |
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Mir als ehrenamtliche C-Organistin liegt unter anderem besonders das Miteinander, nicht das Nebeneinander (!), zeitgemäßer und alter Kirchenmusik auf dem Herzen. Im Zusammenspiel von traditioneller Liturgie, die in den meisten Fällen den Gottesdienst wie ein roter Faden durchzieht, und den neuen Liedern mit ihren eigenen Melodien und ungewohnten Rhythmen tut mitunter Sensibilität not. Bleibt diese nämlich auf der Strecke oder gar aus, werden Klassik und Popularmusik unweigerlich zu konkurrierenden Interessenfeldern. Die Gottesdienstbesucher finden sich unfreiwillig in einer Kampfarena wieder, der Heilige Geist schaut von Ferne, die Anbetung ist im Eimer. Was für den einen die Offenbarung neuer Kirchenmusik ist, kann für den anderen nur nervtötend sein. Ganz suspekt wird es für Otto Normalverbraucher, wenn Band und Kirchenorgel "was zusammen machen". |
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Im Team zur Mitte hinführen |
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Ein ganz spezielles Gebiet mit hohem Investitionsbedarf sehe ich in der Arbeit am Teamgeist der Lobpreisgruppe - sofern man nicht allein musiziert. (Mal abgesehen davon, dass auch der Lobpreisleiter nicht serienmäßig mit Selbstherrlichkeit ausgestattet ist, sondern dem geistlichen Leiter und Gott verpflichtet ist.) Solistische Ambitionen sind fehl am Platz. Jeder ist lediglich ein Teil des Ganzen, und es kann zunächst gut sein, dass sich mancher in seinem Können unterfordert fühlt. Das gilt es auszuhalten! In einer Zeit der unglaublichsten Talentshows im Fernseher ist es zunehmend schwieriger, Stargehabe zu zähmen oder zumindest gewinnbringend zu kanalisieren. |
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| | Wer es etwas anschaulicher braucht, hier ein Beispiel aus meiner täglichen Arbeit: Ich befasse mich mit textiler Ausgestaltung von Kirchenräumen (Paramente). Hängt am Altar ein farbiger Behang, der mit seiner Gestaltung dem Gottesdienstbesucher gleich kurz nach dem Betreten der Kirche entgegenschreit: "Hiiier - schau her - ich bin Kunst!", wird jeder seinem Nachbarn zuflüstern: "He, was für ein tolles Teil. Wer hat das gemacht - und - was hat die Kirchengemeinde es sich wohl kosten lassen?" Zeitgemäße und künstlerisch hochwertige Kirchentextilien sind gut und wichtig, verfehlen jedoch meines Erachtens ihre Zuordnung zu Altar und Sakramenten, wenn der Gottesdienstteilnehmer nicht empfindet: "Ja, hier ist die Mitte, hier kann ich zur Ruhe kommen, hier begegnet mir Gott." | | |
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 Die Teilnehmer des 1. GGE-Lobpreisleitertreffens in Bischofsheim
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Verfasst wurde dieser Beitrag von: |
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Gudrun Willenbockel |
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Gudrun Willenbockel gehört der Evangelischen Trinitatis-Gemeinde Magdeburg an. |
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Letzte Änderung: 14.12.2010, 09:36 Uhr |
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